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Ernährung

Übergwicht: Wechselspiel der Gefühle


Übergewicht aus psychosomatischer Sicht, insbesondere die Extremvariante Binge Eating-Störung „To binge“, zu deutsch „fressen, saufen“ stellte Professor Doktor Stephan Herpertz aus Essen beim Internationalen Diätetik Kongress in Aachen vor. Zwischen den 70er und 90er Jahren hat sich die Prävalenz des Übergewichts bei US-amerikanischen
Kindern im Alter zwischen sechs und elf Jahren fast verdoppelt, von acht Prozent auf vierzehn Prozent und bei Jugendlichen von sechs Prozent auf zwölf Prozent. Ähnliche Prävalenzen dürften auch in Deutschland in absehbarer Zeit erreicht sein. Eine primäre Psychogenese ist bei einer Subgruppe adipöser Menschen zu finden, bei denen die Nahrungsaufnahme neben der Sättigung der Regulation negativer Affekte dient. Die Störung der Affektregulation ist bei einer Vielzahl von psychischen Störungen zu finden, wobei insbesondere Angststörungen, depressive Störungen und Essstörungen im Vordergrund stehen.








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